Mono Lake, 28.10.2007

Morgens um sechs wache ich kurz auf, schlafe dann weiter bis neun, gucke noch ein wenig Fernsehen. So muß das sein!

(Die Bilder vom Mono Lake sind hier, vom Yosemite Park sind hier.)

Nach gemütlicher Dusche lese ich noch mal die Gebrauchsanweisung des Autos und entdecke einen Weg, das Auto auch ohne Fernbedienung komplett abzuschließen. Das Geaste nach einer Batterie lasse ich bleiben.

Nach einem fetten Breakfast um die Ecke geht’s auf der I395 nach Süden zum Mono Lake. Ich habe einen vollen Tank, eine halbe Flasche Bitter Lemon und keine Sonnenbrille. Let’s hit it!

Ich schieße unendlich viel zu viele Fotos. Leider werden die Bilder die Natur nicht eindrucksvoll genug wiedergeben und die ZuschauerInnen langweilen.

Am Mono Lake fahre ich noch zum „Black Spot“ (natürlich 🙂 ), d.h. fünf Meilen über Schotterpiste, und hinterher wieder zurück. Das Auto sieht aus! Owowowow!

Das Visitor Center entdecke ich zu spät und haste nur hindurch, auf die Ausstellung verzichte ich. Ich will doch heute noch durch den Yosemite Park!

Bei Lee Vining biege ich auf die I120 zum Yosemite Park. An dessen Eingang ist das Wachhäuschen unbesetzt, die 20$ soll man bei der Ausfahrt bezahlen.

Die Berge und Bäume sind sensationell! Das muß man gesehen haben! Ich will jeden Meter fotografieren, und tue es auch 🙂 Ich erinnere mich an meine Reise mit Charlie 1992. Da hatten wir deutlich mit Schnee zu kämpfen, von dem ist jetzt nichts zu sehen. Ich erkenne sogar die eine oder andere Stelle wieder, an der wir damals waren. Aber heute habe ich keine Zeit, auf Wanderung zu gehen. Auch auf das besonders schöne Yosemite Valley muß ich verzichten, denn als ich dort vorbeifahre ist es bereits dunkel.

Am Ausgang des Parks werde ich mit einem netten „Have a good evening!“ durchgewunken und muß keine 20$ zahlen. Sehr gut.

Also geht’s weiter auf der I140 Richtung Merced. Die Fahrt gestaltet sich träge, denn Amerikaner können weder im Dunkeln fahren, noch Kurven, noch bei Gegenverkehr. Ständig wird gebremst, obwohl nichts im Weg ist.

Aber die Warnschilder über Wildwechsel sind nicht falsch. Waren die drei verschreckt von der Schotterpiste am Mono Lake davonhuschenden Rehe noch niedlich, ist das Rehvieh, welches plötzlich mitten auf der Autobahn steht, schon gefährlicher, mein Vordermann kann gerade noch ausweichen. Wenige Meilen später liegt ein frisch zweigeteiltes Tier am Straßenrand. Hier ist im Dunkeln fahren ganz schön gefährlich.

Darum mache ich in Mariposa halt und esse eine leckere Pizza. Diese Nacht werde ich die Kamera von Bildern befreien müssen, die Karte ist fast voll. Ich kehre im Ort in einem Super 8 Motel ein, welches mit 60$ plus Steuern hochpreisig scheint, aber Frühstück UND WIRELESS ist enthalten! Das wird eine lange Nacht!

Im Fernsehen läuft World Series of Poker. Hihi. Unterschiede zur Ausstrahlung in Deutschland:

  • Es läuft vor Mitternacht statt um zwei Uhr morgens
  • Es ist von 2007 statt von 2005
  • Es wird HORSE gezeigt statt nur Hold’em

Und ich bin schon wieder eingeschlafen…

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